Pfingsten steht vor der Tür und ich freue mich auf eine Auszeit in Lissabon. Und trotzdem: Erst mal entsteht totales Chaos.
47 Tabs offen. Reiseblogs, die sich alle widersprechen. Tripadvisor-Listen, bei denen ich nach zehn Minuten nicht mehr weiß, was ich zuerst gelesen habe. Und meine Familie, die sagt: „Lass uns einfach treiben."
Treiben lassen klingt entspannt. Klingt für mich aber auch wie: Wir stehen mittags hungrig in einer Gasse, suchen ein Restaurant, landen im Touristenlokal neben dem Hauptplatz und essen das schlechteste Pastel de Nata der Stadtgeschichte.
Ich wollte beides: die Leichtigkeit — und trotzdem nichts Cooles verpassen.
Also hab ich aufgehört, Tabs zu öffnen. Und hab stattdessen eine einzige Frage an die KI gestellt.
Warum KI-Reiseplanung anders ist als Google
Laut einer Studie der Unternehmensberatung MHP mit über 3.000 Befragten wissen fast 40 Prozent der Deutschen gar nicht, dass KI bei der Urlaubsplanung helfen kann — obwohl 94 Prozent grundsätzlich wissen, was KI ist. Das Potenzial ist da. Nur niemand hat es ihnen gezeigt.
Dabei ist der Unterschied zu Google enorm: Google gibt dir Listen. Tausend Ergebnisse, alle gleich laut, alle gleich generisch. KI macht das anders. Sie kann dir zuerst Gegenfragen stellen: Wie lange? Mit wem? Entspannt oder viel sehen? Was willst du unbedingt — und was auf keinen Fall?
Und dann — erst dann — plant sie. Nicht eine Liste von Sehenswürdigkeiten. Sondern einen echten Tag-für-Tag-Plan, der geografisch clever geroutet ist. Pro Stop ein konkreter Insider-Tipp. Das Ganze im Ton einer erfahrenen Freundin, die selbst dort war. Mehr dazu, warum KI grundlegend anders funktioniert als Google, erkläre ich in einem eigenen Artikel.
Der Prompt — direkt kopierbar
Hier ist der Prompt, den ich für Lissabon benutzt habe. Du kannst ihn für jedes Reiseziel verwenden — einfach den Zielort anpassen:
Du bist mein persönlicher Reise-Guide für [Stadt/Region] und kennst dich dort bis ins Detail aus. Stell mir zuerst 4 kurze Fragen:
• Wie viele Tage?
• Reise ich allein, zu zweit, mit Freunden oder Familie?
• Eher entspannt oder möglichst viel sehen?
• Gibt es etwas, das ich unbedingt erleben oder bewusst vermeiden will?
Anschließend planst du mir einen Tagesplan für die gesamte Reise, logisch nach Lage sortiert und ohne unnötige Umwege. Zu jedem Stopp nennst du mir einen echten Insider-Hinweis: was sich lohnt, was ich dort bestellen sollte, wann ich am besten hingehe oder was ich getrost auslassen kann. Am Ende gibst du mir die wichtigste Logistik in 3 knappen Sätzen. Ton: wie eine erfahrene Freundin, die schon selbst dort war — klar, konkret, direkt.
Einfach bei ChatGPT oder Claude eingeben — und [Stadt/Region] durch dein Reiseziel ersetzen.
Für Fortgeschrittene: Der Prompt mit interaktiver Karte
Wer Claude oder Perplexity nutzt, kann noch einen Schritt weiter gehen. Dieser Prompt gibt dir die Route am Ende als interaktive Karte aus:
Du bist mein persönlicher Reise-Guide für [Stadt/Region] und kennst dich dort bis ins Detail aus. Stell mir zuerst 4 kurze Fragen:
• Wie viele Tage?
• Reise ich allein, zu zweit, mit Freunden oder Familie?
• Eher entspannt oder möglichst viel sehen?
• Gibt es etwas, das ich unbedingt erleben oder bewusst vermeiden will?
Anschließend planst du mir einen Tagesplan für die gesamte Reise, logisch nach Lage sortiert und ohne unnötige Umwege. Zu jedem Stopp nennst du mir einen echten Insider-Hinweis: was sich lohnt, was ich dort bestellen sollte, wann ich am besten hingehe oder was ich getrost auslassen kann. Ergänze den Plan außerdem um eine interaktive Karte, in der alle Stopps sinnvoll markiert und nach Tagen gruppiert sind, damit ich die Route auf einen Blick verstehe. Am Ende gibst du mir die wichtigste Logistik in 3 knappen Sätzen. Ton: wie eine erfahrene Freundin, die schon selbst dort war — klar, konkret, direkt.
Wichtig: Der Karten-Prompt funktioniert meiner Erfahrung nach am besten mit Claude (claude.ai). Wenn du ChatGPT nutzt, nimm einfach den ersten Prompt — das Ergebnis ist trotzdem stark. Welche KI-Tools sich wofür eignen, erkläre ich in meinem Artikel ChatGPT ist nicht das einzige KI-Tool.
Was mich überzeugt hat
Die KI hat nicht einfach drauflosgemacht. Sie hat wirklich nachgefragt — nicht irgendwas Allgemeines, sondern genau das, was sie brauchte, um einen Plan zu bauen, der zu mir passt.
Das ist das Geheimnis hinter einem guten KI-Ergebnis: Du gibst ihr Kontext. Sie gibt dir dafür etwas zurück, das sich anfühlt, als hätte jemand mit dir gedacht — nicht nur für dich gesucht.
Probier es aus
Kopier einen der beiden Prompts. Öffne ChatGPT oder Claude. Schreib dein Reiseziel rein — und lass dich überraschen, was zurückkommt.
Schreib mir gern, wohin deine Reise geht und was die KI dir geplant hat. Ich lese wirklich jede Antwort.
