Es gibt Tage, an denen ich morgens aufstehe und schon weiß: Heute läuft es nicht.
Der Kopf ist schwer. Die To-do-Liste ist lang. Und alles, was ich anfasse, fühlt sich zäh an — als würde ich durch Honig waten.
An solchen Tagen habe ich früher einfach durchgebissen. Texte geschrieben, die nicht gut waren. Mails beantwortet, die ich bereut habe. Entscheidungen getroffen, die ich am nächsten Tag nochmal angeschaut habe.
Heute mache ich das anders. Ich delegiere an die KI — den Kleinkram, der trotzdem erledigt werden muss.
Was KI an schlechten Tagen übernehmen kann
Routinemails beantworten. Die Terminbestätigung, die Absage, die Nachfrage — KI entwirft, du korrigierst mit einem Blick. Keine leere Seite, kein Gehirn-Joggen.
Gedanken sortieren. Du schüttest alles raus was im Kopf ist — der Gedanken-Sortierer-Prompt (aus meinem Newsletter #2) teilt das in drei Stapel: Was du loslassen kannst. Was bis morgen warten kann. Das eine Ding, das wirklich dran ist.
Recherche delegieren. Wenn du etwas wissen musst aber nicht die Energie hast zu suchen — KI sucht. Du liest die Zusammenfassung.
Listen und Strukturen erstellen. Der Plan für die nächste Woche, die Einkaufsliste, die Agenda für das Meeting — KI macht das in Minuten. Du hast einen Rahmen, ohne selbst denken zu müssen.
Was KI an schlechten Tagen nicht kann
KI kann nicht zuhören. Nicht wirklich. Sie kann Worte produzieren, die verständnisvoll klingen — aber sie fühlt nichts, versteht nichts, ist nicht da.
Wenn ein Tag schwer ist weil etwas Schweres passiert ist — dann brauchst du Menschen. Freundinnen. Familie. Vielleicht Fachleute. KI ist kein Ersatz dafür.
Und wenn schlechte Tage die Regel werden statt die Ausnahme — dann ist das ein Signal, das du ernst nehmen solltest. Nicht an die KI delegieren, sondern mit jemandem reden.
Der Prompt für schwere Tage
Mein Kopf hört nicht auf zu drehen. Ich zähle dir jetzt alles auf, was gerade drin ist — und du machst Folgendes: Sortiere das Chaos in drei Stapel: 1. Das kannst du JETZT loslassen — es ist nicht deins. 2. Das hat bis morgen Zeit. 3. Das eine Ding, das wirklich dran ist. Und dann sag mir in einem Satz, was ich als Erstes tun soll. Hier ist mein Kopf: [Alles rausschreiben]
Mehr zu diesem Prompt und warum KI beim Emotional Load hilft — aber Grenzen hat — erkläre ich in meinem Artikel Emotional Load und KI.
